Goethe-Zertifikat B2 speaking sheets with presentation topics and a discussion question lying on a desk
Goethe B2

Goethe B2 Sprechen: 3 Sample Exams with Model Dialogues (2026)

30. September 2026· 12 min read

By the Logami team. Built by German teachers, in the format of the official Goethe-Zertifikat B2 oral exam.

The speaking exam is the hardest part to prepare for on your own. You cannot rehearse a conversation alone, and many practice materials give you the task but not what a good answer sounds like. This page shows you both.

Below are three complete Goethe-Zertifikat B2 Sprechen samples. Each one has the exam sheets laid out like the real papers, a model dialogue between two candidates for every part, the phrases that carry the conversation, and a short tip for each part.

The Goethe-Zertifikat B2 oral exam at a glance

15 min

Preparation time

~15 min

Exam time

100

Points in total

60

Points to pass (60%)

Two parts

  1. Teil 1Vortrag haltenGiving a talk

    Each of you picks one of two topics from your own sheet and gives a structured talk of about four minutes. Then your partner and an examiner ask you questions (12 of the 44 points).

    about 8 min · 44 points

  2. Teil 2Diskussion führenHolding a discussion

    As members of a debating club, you exchange arguments on one question, react to each other and say at the end whether you are for or against.

    about 5 min · 40 points

What the examiners score

  • Erfüllung

    Task completion

    Did you cover every point: alternatives, pros and cons, your position, questions and answers?

  • Kohärenz / Interaktion

    Coherence / interaction

    Teil 1: a talk that hangs together and flows. Teil 2: starting, keeping up and ending the discussion and reacting to arguments.

  • Wortschatz

    Vocabulary

    A varied range of words and expressions, suitable for the situation, with few slips.

  • Strukturen

    Grammar

    A varied range of structures. Occasional mistakes are fine as long as they do not disturb.

  • Aussprache

    Pronunciation

    Sentence melody, word stress and individual sounds across both parts: up to 16 of the 100 points.

How to read the model dialogues

Candidate A speaks on the left, candidate B on the right, and the examiner's lines sit in the middle. The dialogues show what a good performance at this level looks like: clear, natural German that does exactly what the task asks, with both candidates reacting to each other.

Phrases marked like this are reusable. They work with almost any topic, so learn them as whole chunks and you will have something ready to say in your own exam. All topics and people are our own, and the photos on the discussion sheets are AI-generated.

The Goethe-Zertifikat B2 sample exams

Muster 1. Talks on housing for older people and on volunteering, then a debate on whether supermarkets should have to donate unsold food.

Muster 1 · Teil 1

Muster 1, Teil 1: Vortrag halten

Giving a talk · about 8 min · 44 points

Sheet for candidate A
Sheet for candidate B

Model dialogue

  1. Examiner

    Guten Tag und herzlich willkommen. Wir beginnen mit Teil 1, dem Vortrag. Lucía, welches Thema haben Sie gewählt? Bitte beginnen Sie.

  2. Lucía · Candidate A

    Ich habe das Thema „Wohnen im Alter“ gewählt. Unsere Gesellschaft wird immer älter, und deshalb stellt sich für viele Familien die Frage, wie und wo ihre Eltern oder Großeltern später leben sollen. In meinem Vortrag stelle ich zunächst verschiedene Wohnformen vor, danach gehe ich auf eine davon genauer ein, und zum Schluss nenne ich Vor- und Nachteile.

  3. Lucía · Candidate A

    Die meisten älteren Menschen möchten so lange wie möglich in der eigenen Wohnung bleiben, oft mit Unterstützung durch einen Pflegedienst. Eine andere Möglichkeit ist das betreute Wohnen: Man hat eine eigene kleine Wohnung, aber im Notfall ist sofort Hilfe da. Dann gibt es natürlich das klassische Pflegeheim. Besonders interessant finde ich jedoch das Mehrgenerationenhaus, und darauf möchte ich jetzt genauer eingehen. Dort leben junge Familien, Studierende und Senioren unter einem Dach. Sie haben eigene Wohnungen, teilen sich aber Gemeinschaftsräume und helfen sich gegenseitig. Die Älteren passen zum Beispiel auf die Kinder auf, und die Jüngeren übernehmen dafür den Einkauf oder helfen bei technischen Problemen.

  4. Lucía · Candidate A

    Der große Vorteil dieser Wohnform ist, dass niemand allein ist und alle voneinander profitieren. Ein Nachteil ist allerdings, dass das Zusammenleben viel Rücksicht erfordert und es auch zu Konflikten kommen kann. Außerdem gibt es bisher nur wenige solcher Projekte, und die Wartelisten sind lang. Insgesamt halte ich das Mehrgenerationenhaus für ein sehr gutes Modell, das man stärker fördern sollte. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

  5. Examiner

    Vielen Dank. Viktor, haben Sie Fragen an Lucía?

  6. Viktor · Candidate B

    Ja, danke für den interessanten Vortrag. Mich würde interessieren, ob du selbst in so einem Haus wohnen möchtest. Und was passiert, wenn jemand im Haus pflegebedürftig wird?

  7. Lucía · Candidate A

    Ehrlich gesagt kann ich es mir gut vorstellen, vor allem, wenn ich Kinder habe. Zu deiner zweiten Frage: Die Nachbarn können natürlich keine professionelle Pflege ersetzen. In diesem Fall kommt meistens ein Pflegedienst ins Haus, und die Gemeinschaft hilft im Alltag.

  8. Examiner

    Ich habe auch noch eine Frage: Wie ist die Situation in Ihrem Heimatland?

  9. Lucía · Candidate A

    In Argentinien leben viele ältere Menschen bei ihren Kindern, das ist dort ganz normal. Pflegeheime haben eher einen schlechten Ruf. Aber auch dort ändert sich das langsam, weil beide Partner arbeiten.

  10. Examiner

    Danke schön. Viktor, nun bitte Ihr Vortrag.

  11. Viktor · Candidate B

    Ich spreche heute über ehrenamtliches Engagement. Fast jeder kennt jemanden, der sich in seiner Freizeit freiwillig engagiert, und ohne diese Menschen würden viele Bereiche nicht funktionieren. Ich möchte zuerst einige Bereiche vorstellen, dann einen davon genauer beschreiben und am Ende auf die Vor- und Nachteile eingehen.

  12. Viktor · Candidate B

    Ehrenamtliche arbeiten in ganz unterschiedlichen Bereichen: im sozialen Bereich, zum Beispiel bei der Tafel oder in der Flüchtlingshilfe, im Umweltschutz, bei der freiwilligen Feuerwehr und ganz besonders im Sport. Den Sport möchte ich genauer beschreiben, weil ich hier eigene Erfahrungen habe. Seit zwei Jahren trainiere ich eine Jugendmannschaft im Basketball. Zweimal pro Woche stehe ich in der Halle, und am Wochenende fahre ich mit den Jugendlichen zu Spielen. Ohne Trainer wie mich müsste der Verein viele Mannschaften abmelden, denn Geld für bezahlte Trainer gibt es kaum.

  13. Viktor · Candidate B

    Was die Vorteile angeht, so profitieren beide Seiten: Die Gesellschaft bekommt Hilfe, und man selbst gewinnt Erfahrungen, Kontakte und das Gefühl, gebraucht zu werden. Für mich als Zugewanderten war das Ehrenamt außerdem der beste Weg, Deutsch zu lernen und Menschen kennenzulernen. Ein Nachteil ist, dass Ehrenamt viel Zeit kostet und manchmal ausgenutzt wird, zum Beispiel wenn der Staat Aufgaben auf Freiwillige abschiebt. Mein Fazit: Ehrenamt ist unverzichtbar, sollte aber bezahlte Arbeit nicht ersetzen. Danke schön.

  14. Examiner

    Vielen Dank. Lucía, Ihre Fragen bitte.

  15. Lucía · Candidate A

    Danke, Viktor. Du hast gesagt, dass Ehrenamt manchmal ausgenutzt wird. Kannst du das genauer erklären?

  16. Viktor · Candidate B

    Gern. Wenn zum Beispiel in einer Schule Ehrenamtliche Nachhilfe geben, weil Lehrkräfte fehlen, dann löst das kurzfristig ein Problem. Langfristig muss aber der Staat dafür sorgen, dass es genug Personal gibt.

  17. Examiner

    Und wie bekommt man als Verein genug Ehrenamtliche?

  18. Viktor · Candidate B

    Ich glaube, man muss die Leute direkt ansprechen. Viele würden gern helfen, wissen aber nicht, wie. Außerdem hilft es, wenn das Engagement anerkannt wird, zum Beispiel mit einer kleinen Feier am Ende der Saison.

Useful phrases for Teil 1

Structuring your talk

  • Ich habe das Thema … gewählt.I chose the topic …
  • In meinem Vortrag stelle ich zunächst … vor, danach gehe ich auf … ein, und zum Schluss …In my talk I'll first present …, then go into …, and finally …
  • Eine andere Möglichkeit ist …Another option is …
  • Darauf möchte ich jetzt genauer eingehen.I'd now like to look at this in more detail.
  • Der große Vorteil … ist, dass …The big advantage of … is that …
  • Ein Nachteil ist allerdings, dass …One disadvantage, however, is that …
  • Insgesamt halte ich … für …Overall, I consider … to be …
  • Mein Fazit: …My conclusion: …

Asking and answering questions

  • Mich würde interessieren, ob …I'd be interested to know whether …
  • Kannst du das genauer erklären?Can you explain that in more detail?
  • Zu deiner zweiten Frage: …As for your second question: …

Muster 1 · Teil 2

Muster 1, Teil 2: Diskussion führen

Holding a discussion · about 5 min · 40 points

Sheet for both candidates

Model dialogue

  1. Examiner

    Vielen Dank. Kommen wir zu Teil 2. Sie sind in einem Debattierclub und diskutieren die Frage: Sollen Supermärkte unverkaufte Lebensmittel spenden müssen? Bitte beginnen Sie.

  2. Viktor · Candidate B

    Ich bin klar dafür. Es ist doch absurd, dass Supermärkte jeden Tag Lebensmittel wegwerfen, die noch völlig in Ordnung sind, während andere Menschen zur Tafel gehen müssen. In Frankreich gibt es so ein Gesetz für große Supermärkte schon seit einigen Jahren.

  3. Lucía · Candidate A

    Grundsätzlich verstehe ich deinen Standpunkt, aber ich sehe auch Probleme. Wer übernimmt die Verantwortung, wenn jemand krank wird, weil ein gespendetes Produkt verdorben war? Das ist für die Händler ein echtes Risiko.

  4. Viktor · Candidate B

    Das ist ein berechtigter Punkt. Man könnte die Haftung aber gesetzlich regeln, damit Händler, die Lebensmittel spenden, nicht bestraft werden. Dann gäbe es keinen Grund mehr, sie wegzuwerfen.

  5. Lucía · Candidate A

    Ein weiteres Problem sind die Kosten. Jemand muss die Lebensmittel sortieren, lagern und abholen. Gerade kleine Läden haben dafür weder Personal noch Platz.

  6. Viktor · Candidate B

    Da gebe ich dir recht. Deshalb würde ich die Pflicht auch nur für große Supermärkte einführen. Und die Organisation könnten die Tafeln übernehmen, die machen das ja heute schon sehr professionell.

  7. Lucía · Candidate A

    Aber die Tafeln arbeiten fast nur mit Ehrenamtlichen. Wenn plötzlich alle Supermärkte spenden müssen, sind die völlig überfordert. Schon jetzt fehlt es an Fahrern und Kühlräumen.

  8. Viktor · Candidate B

    Dann müsste der Staat die Tafeln eben besser unterstützen. Das Geld wäre gut investiert, denn weniger Müll spart ja auch Kosten.

  9. Lucía · Candidate A

    Das klingt überzeugend, wenn die Finanzierung wirklich gesichert ist. Ich frage mich trotzdem, ob ein Gesetz der richtige Weg ist. Viele Supermärkte spenden ja schon freiwillig.

  10. Viktor · Candidate B

    Freiwillig spenden aber längst nicht alle, und es wird immer noch zu viel weggeworfen. Ohne Pflicht ändert sich zu wenig.

  11. Examiner

    Bitte fassen Sie zum Schluss Ihren Standpunkt zusammen.

  12. Viktor · Candidate B

    Ich bleibe dabei: Ich bin für eine Spendenpflicht, allerdings nur für große Supermärkte und mit klaren Regeln zur Haftung.

  13. Lucía · Candidate A

    Ich bin eher dagegen, weil ich die Probleme bei der Organisation für zu groß halte. Ich würde lieber Anreize schaffen, zum Beispiel Steuervorteile für Händler, die spenden. In einem Punkt sind wir uns aber einig: Lebensmittel wegzuwerfen ist keine Lösung.

  14. Examiner

    Vielen Dank. Damit ist die Prüfung beendet.

Useful phrases for Teil 2

Taking a position

  • Ich bin klar dafür/dagegen.I'm clearly for/against it.
  • Es ist doch absurd, dass …It's absurd that …
  • Grundsätzlich verstehe ich deinen Standpunkt, aber …In principle I understand your point, but …
  • Ein weiteres Problem ist/sind …Another problem is/are …

Reacting and concluding

  • Das ist ein berechtigter Punkt.That's a fair point.
  • Da gebe ich dir recht.I agree with you there.
  • Das klingt überzeugend, wenn …That sounds convincing if …
  • Ich bleibe dabei: …I stand by my view: …
  • In einem Punkt sind wir uns aber einig: …We do agree on one point, though: …

How to practise with these samples

  1. Open the sheets for one sample and set a timer for 15 minutes, the same preparation time as in the exam. Make short notes, not full sentences.
  2. Play the conversation with a partner, then swap roles so you both practise A and B.
  3. Only now read the model dialogue. Which marked phrases could you have used?
  4. Do the same sample again a few days later with your own opinions and examples.

For more phrases, see the Goethe-Zertifikat B2 Redemittel collection. When you are ready to test the written parts too, the Logami Goethe-Zertifikat B2 mock exam gives you those sections with real timing and instant results.

Continue your Goethe B2 preparation

Turn these phrases into a real score: practise on authentic Goethe B2 exams, then explore the rest of the level.